Steuer auf Freispiele Gewinne – Was Spieler wissen müssen
In Deutschland unterliegen Gewinne aus Freispielen in der Regel der Glücksspielsteuer. Seit der Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrags sind Anbieter verpflichtet, Gewinne aus Freispielen wie alle anderen Gewinne zu behandeln. Doch wie wird die Steuer berechnet, und wer zahlt sie?
Grundsätzlich ist der Spieler nicht direkt steuerpflichtig – die Abgabe wird vom Anbieter eingehalten. Bei Überschreiten bestimmter Gewinnhöhen behält der Anbieter automatisch Steuern ein. Dies betrifft sowohl Echtgeld- als auch aus Freispielen erzielte Gewinne.
Wie wird die Steuer bei Freispielgewinnen erhoben?
Die Glücksspielsteuer in Deutschland beträgt aktuell 5,3 % des Bruttogewinns. Diese wird direkt vom Casino einbehalten, bevor der Gewinn auf das Spielerkonto gutgeschrieben wird. Bei einem 1.000-€-Gewinn aus Freispielen erhält der Spieler also 947 € ausgezahlt.
Die Steuerpflicht beginnt ab dem ersten Euro Gewinn. Es gibt keine Freigrenze. Der Anbieter meldet die Gewinne automatisch an die zuständige Behörde. Der Spieler muss keine Steuererklärung abgeben, solange er nicht gewerbsmäßig spielt.
Unterschiede zwischen Freispiel- und Echtgeldgewinnen
Es gibt keinen steuerlichen Unterschied zwischen Gewinnen aus Echtgeld-Einsätzen und solchen aus Freispielen. Beide unterliegen der 5,3-%-Abgabe. Wichtig ist, dass der Gewinn als Bruttobetrag versteuert wird – der Einsatz oder der Wert der Freispiele spielt dabei keine Rolle.
Einige Spieler glauben, dass Freispielgewinne steuerfrei sind, da kein eigenes Geld eingesetzt wurde. Das ist falsch. Der rechtliche Status des Gewinns bleibt derselbe, unabhängig von der Einsatzart.
Praktische Tipps für Spieler
Spieler sollten bei hohen Gewinnen stets damit rechnen, dass Steuern einbehalten werden. Bei der Planung von Einsätzen oder der Auswahl von Spielen ist dies ein zu berücksichtigender Faktor. Vor allem bei progressiven Jackpots oder hohen Multiplikatoren lohnt ein Blick auf die Auszahlungsbedingungen.
Zudem sollten Spieler sicherstellen, dass sie bei lizenzierten Anbietern spielen, die die Steuer korrekt abrechnen. Schwarzmarktanbieter umgehen diese Regelung oft – das Risiko ist jedoch hoch, da Auszahlungen nicht garantiert sind.
- 5,3 % Glücksspielsteuer auf alle Gewinne
- Automatische Einbehaltung durch den Anbieter
- Keine Steuererklärung nötig für Gelegenheitsspieler
- Keine Freigrenze – Steuer ab dem ersten Euro
- Lizenzierte Anbieter sind verpflichtet, Steuern abzuführen
Spielen Sie verantwortungsvoll. Glücksspiel kann süchtig machen. Setzen Sie ein Limit und hören Sie auf, wenn es kein Vergnügen mehr ist. Ab 18.